Kreisverkehre – auf Portugiesisch rotundas – sind aus dem portugiesischen Straßenbild nicht wegzudenken. Ob in Lissabon, Porto oder in kleinen Gemeinden auf dem Land: Die runden Knotenpunkte begegnen dir ständig. Trotzdem sind sie für viele Fahrschüler eine der größten Unsicherheiten – sowohl in der Theorieprüfung als auch bei der praktischen Fahrprüfung des IMT. Zeit, das zu ändern.
Vorfahrt im Kreisverkehr: Die Grundregel
In Portugal gilt seit 2011 eine klare Regel: Wer sich bereits im Kreisverkehr befindet, hat Vorfahrt. Fahrzeuge, die einfahren wollen, müssen warten. Das klingt einfach – wird aber im Alltag und in der Prüfung erstaunlich oft falsch gemacht, weil viele Fahrer noch alte Gewohnheiten haben oder ausländische Regelungen im Kopf haben.
Die Vorfahrtregel gilt unabhängig davon, aus welcher Richtung du in den Kreisverkehr einfahren möchtest. Einzige Ausnahme: Es gibt ein ausdrückliches Zeichen, das die Vorfahrt abweichend regelt – etwa ein Stop- oder Ceda a passagem-Schild (Vorfahrt gewähren) an einer bestimmten Einfahrt. Schau also immer auf die Beschilderung.
Spurwahl im Kreisverkehr
Ein weiteres häufiges Problem ist die Spurwahl – besonders bei mehrspur igen Kreisverkehren in Städten. Hier gelten folgende Faustregeln:
- Erste Ausfahrt (links abbiegen): Fahre möglichst auf der Innenspur ein und verlasse den Kreisverkehr, indem du rechtzeitig auf die Außenspur wechselst.
- Geradeaus oder zweite Ausfahrt: Die rechte oder mittlere Spur ist in der Regel korrekt – orientiere dich an der Beschilderung.
- Letzte Ausfahrt (rechts abbiegen): Fahre auf der Außenspur ein und bleibe dort.
Das IMT erwartet bei der Fahrprüfung nicht nur sicheres Fahren, sondern auch korrektes Blinken: Blinke beim Verlassen des Kreisverkehrs immer nach rechts, kurz bevor du die Ausfahrt nimmst. Beim Einfahren auf die Innenspur kann nach links geblinkt werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.
Tempo und Abstand
Im Kreisverkehr gilt in Portugal generell eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerorts – oft auch weniger, je nach Beschilderung. Wichtiger als die Maximalgeschwindigkeit ist jedoch ein angepasstes, gleichmäßiges Tempo, das den Verkehrsfluss nicht unterbricht. Zu langsames Fahren kann genauso gefährlich sein wie zu schnelles.
Halte außerdem immer ausreichend Abstand zum Fahrzeug vor dir. In der Prüfung achten die Fahrprüfer des IMT besonders darauf, ob du vorausschauend fährst – und Kreisverkehre sind dafür ein klassischer Testmoment.
Typische Fehler in der Fahrprüfung
Aus tausenden Prüfungsprotokollen kristallisieren sich immer wieder dieselben Fehler heraus:
- Vorfahrt nicht beachten beim Einfahren
- Vergessen zu blinken beim Verlassen
- Falsche Spur wählen bei mehrspurigen Rotundas
- Zu abrupt bremsen oder zögern beim Einfahren
- Schulterblick vergessen beim Spurwechsel innerhalb des Kreisverkehrs
Wie SteerClear dir helfen kann
Das Gute: Kreisverkehre lassen sich üben. Mit SteerClear – der portugiesischen App für Fahrschüler – kannst du reale Prüfungsrouten in deiner Stadt nachfahren und bekommst Live-Feedback zu deinem Fahrverhalten. Du siehst genau, welche Kreuzungen und Rotundas auf deiner Prüfungsstrecke liegen – und kannst dich gezielt darauf vorbereiten.
Vertrautheit ist der beste Gegner der Nervosität. Wer eine Rotunda schon zehnmal virtuell geübt hat, fährt sie in der echten Prüfung viel ruhiger an.
Fazit
Kreisverkehre sind kein Hexenwerk – aber sie verzeihen wenig Unachtsamkeit. Wenn du die Grundregeln kennst, die Spurwahl übst und das Blinken verinnerlichst, wirst du in der Fahrprüfung auch bei der schwierigsten Rotunda einen kühlen Kopf bewahren. Los geht's!