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Führerschein-Reform 2026: kürzere praktische Prüfung, weniger Sonderfahrten

Die Bundesregierung will den Führerschein günstiger machen: Die praktische Prüfung soll auf 40 Minuten verkürzt werden, und statt 12 Pflicht-Sonderfahrten soll es keine feste Zahl mehr geben.

2026-06-11 4 min read

Über 3.000 Euro für den Autoführerschein sind in vielen deutschen Städten längst keine Seltenheit mehr. Genau hier setzt die große Führerschein-Reform an, die das Bundesministerium für Verkehr (BMV) auf den Weg gebracht hat: Die Pkw-Fahrausbildung soll moderner, flexibler und vor allem bezahlbarer werden. Das Kabinett hat die Grundzüge bereits beschlossen, und auch die praktische Fahrprüfung selbst wird sich spürbar verändern. Was genau geplant ist und was das für dich als Fahrschüler bedeutet, liest du hier.

Was sich ändern soll

Die Reformpläne des BMV betreffen gleich mehrere Kernpunkte der Ausbildung und Prüfung:

Wichtig: Noch ist nichts davon geltendes Recht. Laut dem Verordnungsentwurf der Bundesregierung (Bundesrat-Drucksache 365/26) sollen die neuen Ausbildungsregeln am 1. Januar 2027 in Kraft treten und die übrigen Änderungen, darunter die kürzere Prüfung, am 1. Juli 2027. Zustimmen muss noch der Bundesrat. Auch der ADAC weist darauf hin, dass viele Details noch offen sind.

Was bedeutet das für Fahrschüler?

Für dich als Lernende oder Lernender sind die Pläne eine gemischte Nachricht. Auf der einen Seite winken niedrigere Kosten: Weniger Pflichtfahrstunden und die Möglichkeit, mit Begleitpersonen privat zu üben, können die Gesamtrechnung deutlich senken. Auf der anderen Seite verschiebt sich die Verantwortung stärker zu dir selbst. Wenn weniger Sonderfahrten vorgeschrieben sind, heißt das nicht, dass du weniger Fahrpraxis brauchst – nur, dass du sie dir anders organisieren musst. Wer mit Eltern oder anderen Begleitpersonen übt, sollte dabei systematisch vorgehen und nicht nur die bequemen Strecken fahren, die man ohnehin schon kennt.

Auch die kürzere Prüfung ist kein Geschenk: In 40 Minuten mit mindestens 25 Minuten reiner Fahrzeit bleibt dem Prüfer weniger Zeit, kleine Anfangsfehler durch eine spätere starke Leistung relativieren zu lassen. Jede Minute zählt, und typische Prüfungssituationen wie Kreisverkehre, Vorfahrtsstraßen oder das Einfädeln auf die Autobahn kommen schneller und dichter hintereinander.

So bereitest du dich am besten vor

Wer in den nächsten ein bis zwei Jahren seinen Führerschein macht, fährt mit dieser Strategie gut:

Gerade weil die Prüfung kompakter werden soll, lohnt es sich, die Straßen rund um deine Prüfstelle in- und auswendig zu kennen – mit SteerClear kannst du Übungsrouten rund um deine Prüfstelle fahren und gehst deutlich gelassener in die praktische Fahrprüfung.

Übe die Routen an deiner Prüfstelle

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