Was kostet der Führerschein Klasse B 2026 wirklich?
Aktualisiert
Der Führerschein der Klasse B kostet in Deutschland 2026 realistisch 2.500 bis 4.500 Euro; der bundesweite Durchschnitt liegt laut Bundesverkehrsministerium bei rund 3.400 Euro, in München laut Städtevergleich bei über 4.300 Euro, in Berlin bei rund 2.500 Euro. Fest steht nur ein kleiner Teil davon: die amtlichen Prüfgebühren von 24,99 Euro (Theorie) und 129,83 Euro (Praxis) sowie 38 bis 70 Euro für den Antrag bei der Führerscheinstelle. Alles andere hängt von der Fahrschule und vor allem von der Zahl deiner Übungsstunden ab.
Diese Seite schlüsselt jeden Posten mit Quelle auf: Grundbetrag, Fahrstunde, Sonderfahrten, TÜV/DEKRA-Gebühren, Behörde, Erste Hilfe. Dazu ein Städtevergleich, drei Rechenbeispiele, die Kosten nach dem Durchfallen, B197-Automatik, BF17, Moped und B196, BE-Anhänger, Umschreibung, Ersatz- und Umtauschgebühren, Finanzierung und was die 2027 geplante Reform am Preis ändert.
Alle Führerschein-Gebühren 2026 einzeln aufgeschlüsselt
Die Kosten für den Führerschein teilen sich in drei Gruppen: amtliche Gebühren, die bundesweit nahezu gleich sind, Fahrschulentgelte, die jede Fahrschule frei festlegt, und Nebenkosten (Erste Hilfe, Sehtest, Foto). Die Tabelle nennt für jeden Posten, wer ihn kassiert und woher die Zahl stammt.
| Posten | Betrag 2026 | Wer kassiert | Hinweis / Quelle |
|---|---|---|---|
| Theoretische Prüfung (alle Klassen) | 24,99 € | TÜV / DEKRA | GebOSt, bundeseinheitlich seit 31.01.2024; bei jedem Versuch neu |
| Praktische Prüfung Klasse B (auch AM, BE komplett) | 129,83 € | TÜV / DEKRA | GebOSt; BE nur Prüfungsfahrt 106,74 €; A1/A2/A 162,67 € |
| Aufhebung Automatik-Beschränkung Klasse B (45 Min.) | 106,27 € | TÜV / DEKRA | Nur bei altem B78; mit B197 nicht nötig |
| Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis | 38–70 € | Führerscheinstelle | Je nach Stadt/Landkreis (ADAC); BF17-Prüfbescheinigung ähnlich |
| Grundbetrag Fahrschule (Anmeldung + Theorieunterricht) | 350–565 € | Fahrschule | ADAC-Spanne 2025; Großstädte oben |
| Übungsfahrstunde (45 Min.) | 55–77 € | Fahrschule | ADAC; Anzahl frei, im Schnitt 20–30 |
| Sonderfahrt (45 Min.), 12 Pflichtstunden | 60–95 € | Fahrschule | 5 Überland, 4 Autobahn, 3 Nacht = 720–1.140 € |
| Vorstellungsentgelt Theorieprüfung | 60–137 € | Fahrschule | Zusätzlich zur TÜV/DEKRA-Gebühr; bei jedem Versuch neu |
| Vorstellungsentgelt praktische Prüfung | 160–289 € | Fahrschule | Enthält Fahrzeugstellung am Prüfungstag |
| Lernmaterial (Buch, App, Online-Zugang) | 88–119 € | Fahrschule / Verlag | Oft im Grundbetrag enthalten – nachfragen |
| Erste-Hilfe-Kurs (9 Unterrichtseinheiten) | ab 60 € | DRK, Malteser, ASB, private Anbieter | Ein Kurs gilt für alle Klassen |
| Sehtest | 0–7 € | Optiker / Augenarzt | Viele Optiker kostenlos |
| Biometrisches Passfoto | ca. 10 € | Fotograf / Automat | Nicht älter als 6 Monate |
Merke: Die beiden amtlichen Prüfgebühren sind in ganz Deutschland identisch, weil sie in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) stehen. Was TÜV SÜD, TÜV NORD, TÜV Rheinland, TÜV Hessen oder DEKRA berechnen, unterscheidet sich also nicht. Der Preisunterschied zwischen zwei Fahrschulen entsteht ausschließlich bei Grundbetrag, Fahrstunden, Sonderfahrten und Vorstellungsentgelten.
Was kostet eine Fahrstunde 2026? Preise nach Stadt
Eine Übungsfahrstunde (45 Minuten) kostet 55 bis 77 Euro, eine Sonderfahrt 60 bis 95 Euro (ADAC). In günstigen Regionen, vor allem im Osten und auf dem Land, gibt es noch Stundensätze knapp unter 50 Euro; in München, Stuttgart und Hamburg sind 75 bis 85 Euro keine Seltenheit. Entscheidend für die Gesamtsumme ist aber weniger der Stundenpreis als die Zahl der Stunden: Fahrschüler brauchen im Schnitt 20 bis 30 Übungsstunden plus die 12 Pflicht-Sonderfahrten.
Wie stark die Stadt den Endpreis bestimmt, zeigt der Städtevergleich von AUTO BILD auf Basis der Buchungsplattform anny (Juli 2026). Er rechnet den kompletten Klasse-B-Führerschein inklusive Sonderfahrten und Prüfungen für 20 Großstädte durch:
| Stadt | Gesamtkosten Klasse B (2026) | Einordnung |
|---|---|---|
| München | ca. 4.330 € | Teuerste Stadt, +42 % gegenüber Berlin |
| Leipzig | ca. 3.860 € | Überraschend teuer für den Osten |
| Dresden | ca. 3.800 € | Ähnlich wie Leipzig |
| Hamburg | ca. 3.480 € | Leicht über dem Schnitt |
| Nürnberg | ca. 3.435 € | Bayerisches Mittelfeld |
| Köln | ca. 3.415 € | Teuerste NRW-Stadt im Vergleich |
| Stuttgart | ca. 3.340 € | Günstiger als sein Ruf |
| Düsseldorf | ca. 3.160 € | Unter dem Schnitt |
| Frankfurt am Main | ca. 3.110 € | Starker Wettbewerb |
| Dortmund / Duisburg | ca. 2.970 € | Günstigstes Ruhrgebiet |
| Hannover | ca. 2.730 € | Zweitgünstigste Stadt |
| Berlin | ca. 2.500 € | Günstigste Großstadt (über 350 Fahrschulen) |
Der Schnitt aller 20 Städte liegt bei rund 3.290 Euro. Die Zahlen sind Plattform-Durchschnitte, keine Festpreise – in jeder Stadt gibt es Fahrschulen deutlich darüber und darunter. Für den Preis pro Stunde in Berlin nennt der Fahrschul-Atlas (2026) eine Spanne von 45 bis 70 Euro je Fahrschule.
Führerschein Kosten in NRW, Bayern und den neuen Bundesländern
Eine amtliche Statistik nach Bundesland gibt es nicht. Aus dem Städtevergleich und den ADAC-Spannen lassen sich aber Bänder ableiten: NRW liegt mit 2.970 bis 3.415 Euro (Dortmund bis Köln) knapp unter dem Bundesschnitt, Bayern mit 3.435 bis 4.330 Euro (Nürnberg bis München) klar darüber, Berlin/Brandenburg mit rund 2.500 Euro am unteren Ende, während Sachsen (Leipzig, Dresden) mit 3.800 Euro entgegen dem Ost-Klischee teuer ist. Ländliche Regionen liegen typischerweise 300 bis 600 Euro unter der nächsten Großstadt.
Rechenbeispiele: Wie viel kostet der Führerschein insgesamt?
Drei realistische Budgets für Klasse B, gerechnet mit den ADAC-Spannen und den amtlichen Prüfgebühren 2026. Die Zahl der Übungsstunden ist der größte Hebel; dahinter kommt die Frage, ob du jede Prüfung im ersten Anlauf bestehst.
| Posten | Günstig (Land, 15 Übungsstd.) | Typisch (Mittelstadt, 22 Übungsstd.) | Teuer (Großstadt, 28 Übungsstd., je 1 Wiederholung) |
|---|---|---|---|
| Grundbetrag + Lernmaterial | 440 € | 560 € | 680 € |
| Übungsstunden | 15 × 55 € = 825 € | 22 × 65 € = 1.430 € | 28 × 77 € = 2.156 € |
| 12 Sonderfahrten | 12 × 60 € = 720 € | 12 × 78 € = 936 € | 12 × 95 € = 1.140 € |
| Vorstellungsentgelte Fahrschule | 220 € | 320 € | 2 × 426 € = 852 € |
| TÜV/DEKRA Theorie + Praxis | 154,82 € | 154,82 € | 2 × 154,82 € = 309,64 € |
| Behörde, Erste Hilfe, Sehtest, Foto | 115 € | 135 € | 150 € |
| Summe | ca. 2.475 € | ca. 3.535 € | ca. 5.290 € |
Das günstige Szenario deckt sich mit der ADAC-Rechnung von 2.466 Euro (15 Stunden, günstige Region), das typische mit dem vom Bundesverkehrsministerium genannten Durchschnitt von rund 3.400 Euro. Wer in einer teuren Stadt viele Stunden braucht und einmal durchfällt, landet über 5.000 Euro – daher die oft zitierte Obergrenze von 6.000 Euro.
Wie hoch sind die Prüfungsgebühren bei TÜV und DEKRA?
24,99 Euro für die Theorieprüfung und 129,83 Euro für die praktische Prüfung Klasse B – so steht es in der GebOSt, gültig seit dem 31. Januar 2024 (damals plus 11 Prozent). TÜV und DEKRA dürfen davon nicht abweichen. Beide Gebühren zieht in der Regel die Fahrschule ein und leitet sie an die Prüfstelle weiter; auf deiner Rechnung stehen sie neben dem deutlich höheren Vorstellungsentgelt der Fahrschule (60–137 Euro Theorie, 160–289 Euro Praxis). Erscheinst du ohne ausreichende Entschuldigung nicht zum Termin, wird die volle Gebühr trotzdem fällig; ein Attest muss innerhalb von fünf Tagen vorliegen. Wo geprüft wird, findest du unter Prüfstellen von TÜV und DEKRA.
Was kostet es, wenn ich durch die Prüfung falle?
Ein nicht bestandener Praxisversuch kostet realistisch 400 bis 600 Euro extra: erneut 129,83 Euro Prüfgebühr, erneut das Vorstellungsentgelt der Fahrschule (160–289 Euro) und meist zwei bis drei Auffrischungsstunden à 55–77 Euro. Eine durchgefallene Theorieprüfung schlägt mit 24,99 Euro plus 60–137 Euro Vorstellungsentgelt zu Buche, also bis zu 160 Euro. Die Wiederholung ist frühestens nach zwei Wochen möglich (§ 18 FeV); eine Sperre nach dem dritten Versuch gibt es nicht mehr. Wichtig: Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach der bestandenen Theorie abgelegt werden, sonst musst du die Theorie erneut bezahlen. Wie du den zweiten Anlauf planst, steht im Beitrag Durch die Fahrprüfung gefallen: Wartezeit, Kosten und Plan für Versuch zwei.
Was kosten die 12 Sonderfahrten?
Die 12 Sonderfahrten kosten zusammen 720 bis 1.140 Euro (12 × 60–95 Euro). Vorgeschrieben sind fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten à 45 Minuten; sie sind teurer als Übungsstunden, weil sie meist als Doppel- oder Dreifachstunden am Stück gefahren werden und mehr Kilometer anfallen. Sparen kannst du hier nur beim Stundensatz, nicht bei der Anzahl – noch. Die 2027 geplante Reform will die feste Zahl streichen und nur noch die Fahrtarten vorschreiben (siehe unten). Was in den Sonderfahrten passiert und wie du sie effizient nutzt, erklärt der Guide Sonderfahrten erklärt: Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten.
Automatik mit B197: Ist der Führerschein günstiger?
Die B197-Ausbildung kostet auf dem Papier genauso viel wie die klassische Schaltausbildung – gleiche Gebühren, gleiche Sonderfahrten. Günstiger wird sie in der Praxis, weil viele Fahrschüler im Automatikauto mit drei bis fünf Übungsstunden weniger prüfungsreif sind, also 200 bis 400 Euro sparen. Pflicht sind mindestens zehn Fahrstunden auf einem Schaltwagen plus eine 15-minütige Testfahrt bei der Fahrschule; die praktische Prüfung fährst du im Automatikauto, darfst danach aber beide Getriebearten fahren. Die teure Aufhebung der alten Automatikbeschränkung (106,27 Euro Prüfgebühr plus Fahrschule) entfällt damit. Ob B197 zu dir passt, klärt Automatik oder Schaltung? B197 und die Fahrprüfung im Automatikauto.
Was kostet der Führerschein mit 17 (BF17)?
Gleich viel wie der reguläre Führerschein – Ausbildung, Prüfungen und Behördengebühr sind identisch; du erhältst statt des Kartenführerscheins zunächst eine Prüfbescheinigung. Zusätzlich fallen ein paar Euro für die Eintragung der Begleitpersonen an, je nach Behörde meist 0 bis 10 Euro pro Person. Indirekt ist BF17 die wirksamste Sparmaßnahme: ein Jahr kostenlose Fahrpraxis im Familienauto, und viele Kfz-Versicherer stufen BF17-Absolventen später günstiger ein. Reformpläne sehen begleitete Übungsfahrten künftig sogar schon während der Ausbildung vor.
Moped, 125er und Anhänger: AM, B196 und BE
B196 (125er mit Autoführerschein) kostet 900 bis 1.200 Euro (CHECK24, 2026): vier Theorie- und fünf Praxiseinheiten à 90 Minuten als Pauschale, keine Prüfung, nur die Eintragung bei der Behörde. Der Mopedführerschein AM ist die günstigste Klasse, weil nur wenige Fahrstunden nötig sind; die Prüfgebühren betragen 24,99 Euro (Theorie) und 129,83 Euro (Praxis), das Gesamtpaket liegt je nach Fahrschule meist im mittleren dreistelligen bis knapp vierstelligen Bereich. Der Anhängerführerschein BE kostet laut ADAC (Januar 2026) rund 300 Euro Grundbetrag plus fünf Pflicht-Sonderfahrten und Übungsstunden à 60–100 Euro; die amtliche Prüfgebühr beträgt 106,74 Euro (nur Prüfungsfahrt) bzw. 129,83 Euro komplett. Realistisch sind 800 bis 1.500 Euro. Motorrad A1/A2/A: Prüfgebühr 162,67 Euro, Gesamtkosten im Städtevergleich 2.200 bis 3.750 Euro.
Ausländischen Führerschein umschreiben: Was kostet das?
Die reine Umschreibung ist günstig: rund 36 bis 45 Euro Behördengebühr (Beispiel Berlin: 37,50 Euro für EU/EWR-Führerscheine, 45,10 Euro für Drittstaaten), plus Passfoto und gegebenenfalls eine beglaubigte Übersetzung (30–80 Euro). Teuer wird es nur, wenn dein Herkunftsland nicht auf der Liste der prüfungsfreien Staaten (Anlage 11 FeV) steht: Dann musst du Theorie- und/oder Praxisprüfung ablegen – ohne Pflichtstunden, aber mit Prüfgebühren (24,99 + 129,83 Euro), Vorstellungsentgelten und den Fahrstunden, die du zur Vorbereitung buchst. Für die Praxisprüfung rechnen Fahrschulen typischerweise 500 bis 1.200 Euro Gesamtpaket. Die Frist: Nach Wohnsitznahme darfst du mit einem Nicht-EU-Führerschein nur sechs Monate fahren.
Ersatzführerschein und Pflichtumtausch: Gebühren 2026
Der Pflichtumtausch kostet 26,50 Euro (25,50 Euro nach Nr. 202.5 GebOSt plus 1,00 Euro Nr. 126.2), optional 6,50 Euro für den Direktversand der Bundesdruckerei. Bis zum 19. Januar 2027 müssen Kartenführerscheine der Ausstellungsjahre 2002 bis 2004 getauscht sein; ein Sehtest oder Erste-Hilfe-Nachweis ist nicht nötig. Ein Ersatzführerschein nach Verlust oder Diebstahl kostet je nach Behörde etwa 35 bis 45 Euro plus Passfoto; bei Diebstahl verlangen viele Ämter zusätzlich die polizeiliche Anzeige, bei Verlust eine eidesstattliche Versicherung (teils weitere 30 Euro). Wer den alten Führerschein vor dem Umtausch verliert, zahlt nur die Ersatzgebühr und bekommt direkt das neue Kartenformat.
Ratenzahlung, Jobcenter und andere Förderungen
Die meisten Fahrschulen bieten Ratenzahlung ohne Aufpreis an – üblich ist eine Anzahlung in Höhe des Grundbetrags, danach Zahlung pro gefahrener Stunde. Ein gesetzlicher Anspruch auf Förderung besteht nicht, aber drei Wege funktionieren in der Praxis: (1) Das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit übernimmt Klasse B aus dem Vermittlungsbudget, wenn der Führerschein nachweislich Voraussetzung für eine konkrete Stelle oder Ausbildung ist – immer vor Anmeldung beantragen. (2) Bildungsgutscheine gelten nur, wenn der Führerschein Teil einer Weiterbildung ist (typisch Lkw/Bus, selten Pkw). (3) Manche Arbeitgeber, vor allem Pflege, Handwerk und Außendienst, zahlen den Führerschein gegen Bindungsklausel. Kredite speziell für den Führerschein gibt es, sie kosten aber Zinsen; ein Ferienjob bringt bei 55–77 Euro pro Stunde oft mehr als ein günstiger Kreditzins spart.
Führerschein-Reform 2027: Wird der Führerschein günstiger?
Das Bundeskabinett hat am 20. Mai 2026 den Gesetzentwurf für eine „bezahlbare Fahrausbildung“ beschlossen; Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Laut Verordnungsentwurf (Bundesrat-Drucksache 365/26) sollen die neuen Ausbildungsregeln am 1. Januar 2027 gelten, die übrigen Änderungen, darunter die kürzere Prüfung, am 1. Juli 2027. Die Kernpunkte laut Bundesverkehrsministerium:
- Theorie komplett digital – die Präsenzpflicht im Unterricht entfällt, der Grundbetrag dürfte sinken.
- Fragenkatalog um rund ein Drittel kleiner (von über 1.100 auf etwa 840 Fragen).
- Keine feste Zahl an Sonderfahrten mehr – nur noch die Fahrtarten Überland, Autobahn, Nacht sind vorgeschrieben.
- Begleitete Übungsfahrten mit Angehörigen nach bestandener Theorie (Experimentierklausel) – das ersetzt teure Übungsstunden.
- Praktische Prüfung auf 40 Minuten verkürzt (davon mindestens 25 Minuten Fahrzeit; bisher 55 und 30 Minuten), Fahrsimulatoren für Teile der Grundausbildung.
- Preis- und Erfolgsquoten-Register aller Fahrschulen in der Mobilithek – erstmals ein direkter Preisvergleich.
Was das für deine Planung heißt: 2026 bleiben die Preise auf dem hohen Niveau, und die Ankündigung hat laut Branchenverband MOVING bereits zu einem Einbruch der Neuanmeldungen geführt – wer jetzt wartet, konkurriert 2027 mit vielen Nachrückern um Fahrlehrer und Prüfungstermine. Wer den Führerschein in den nächsten zwölf Monaten braucht, sollte nicht warten. Details zu den geplanten Änderungen bei Prüfung und Sonderfahrten stehen im Beitrag Führerschein-Reform 2026: kürzere praktische Prüfung, weniger Sonderfahrten.
So sparst du mehrere hundert Euro
- Vergleiche den Stundenpreis, nicht den Grundbetrag. Bei 25 Übungs- und 12 Sonderfahrten macht ein Unterschied von 10 Euro pro Stunde 370 Euro aus – mehr als jeder Grundbetrags-Rabatt. Frag nach dem Preisaushang (Pflicht nach § 32 FahrlG) und rechne mit 25 Stunden durch.
- Theorie im ersten Anlauf. Jeder Fehlversuch kostet bis zu 160 Euro. Übe mit dem offiziellen Fragenkatalog, bis mehrere Probeprüfungen in Folge fehlerfrei sitzen.
- Zwei Fahrstunden pro Woche statt einer. Kompakte Ausbildung braucht messbar weniger Gesamtstunden; lange Pausen (Klausurphase, Urlaub) kosten Wiederholungsstunden.
- Kenne die Prüfstrecken. Ein großer Teil der Übungsstunden geht dafür drauf, das Prüfgebiet kennenzulernen. Wer die typischen Strecken, Kreuzungen und Tempo-30-Fallen rund um seine Prüfstelle vorab kennt, braucht weniger Stunden dafür – siehe Prüfungsstrecken nach Prüfstelle.
- B197 wählen, wenn dir Schalten schwerfällt. Drei bis fünf Stunden weniger sind 200 bis 400 Euro.
- Erste-Hilfe-Kurs und Sehtest im Paket buchen – viele Anbieter bieten Kurs plus Sehtest plus Passbilder für unter 70 Euro an.
- Erst zur Prüfung, wenn du bereit bist. Ein Fehlversuch (400–600 Euro) ist teurer als zwei zusätzliche Übungsstunden. Was der Prüfer genau erwartet, steht im Leitfaden zur praktischen Fahrprüfung.
Zum Üben zwischen den Fahrstunden gibt es SteerClear: Die App erstellt Übungsrouten auf den Straßen rund um deine TÜV- oder DEKRA-Prüfstelle und bewertet mit Sensordaten, wo du noch unsicher bist. Wie sie sich gegen andere Apps schlägt, zeigt der Vergleich der besten Fahrprüfungs-Apps.
Quellen und Aktualisierung
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden im September 2026 gegen die genannten Quellen geprüft und werden bei jeder Änderung der GebOSt oder neuen ADAC-/Städtevergleichen aktualisiert:
- GebOSt-Prüfgebühren (24,99 € / 129,83 € / 106,74 € / 162,67 € / 106,27 €): Gebührenlisten von TÜV Hessen und der DEKRA-Prüfstelle Dresden, gültig seit 31.01.2024 bzw. 05.02.2024.
- Fahrschulentgelte (Grundbetrag, Fahrstunde, Sonderfahrt, Vorstellungsentgelte, Nebenkosten, Rechenbeispiele 2.466 € / 4.476 €): ADAC „Führerschein Klasse B: Diese Kosten kommen auf Sie zu“, Stand April 2025.
- Städtevergleich (20 Städte, Ø 3.288 €): AUTO BILD auf Basis anny, Juli 2026.
- Reform und Bundesdurchschnitt 3.400 €: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr zum Kabinettsbeschluss vom 20.05.2026.
- BE-Kosten: ADAC BE-Führerschein, Januar 2026. B196: CHECK24, Juli 2026.
- Umtausch/Ersatz: GebOSt Nr. 202.5 und 126.2 (26,50 €); Ersatz- und Umschreibungsgebühren sind kommunale Beispiele und variieren um wenige Euro.
Unsere Mission: den Führerschein günstiger machen
Der größte Posten in den Zahlen oben sind bezahlte Fahrstunden – und wie viele du brauchst, hängt davon ab, was zwischen ihnen passiert. SteerClear will die Gesamtkosten senken: strukturiertes Üben auf Routen rund um die Prüfstelle zwischen den Stunden, damit jede bezahlte Stunde dich weiterbringt. Der Führerschein darf keine finanzielle Last sein.
FAQ
Was kostet der Führerschein Klasse B 2026 in Deutschland durchschnittlich?
Rund 3.400 Euro im Bundesdurchschnitt (Bundesverkehrsministerium 2026); realistisch sind 2.500 bis 4.500 Euro. Der ADAC rechnet 2.466 Euro bei 15 Übungsstunden in günstiger Region und 4.476 Euro bei 25 Stunden vor.
Was kostet eine Fahrstunde 2026?
55 bis 77 Euro für eine Übungsstunde von 45 Minuten, 60 bis 95 Euro für eine Sonderfahrt (ADAC). In Berlin liegen einzelne Fahrschulen bei 45 bis 70 Euro, in München und Hamburg am oberen Ende.
Wie hoch sind die Prüfungsgebühren bei TÜV und DEKRA?
24,99 Euro für die Theorieprüfung und 129,83 Euro für die praktische Prüfung Klasse B, bundeseinheitlich nach GebOSt seit 31.01.2024. Dazu kommen die Vorstellungsentgelte der Fahrschule: 60–137 Euro (Theorie) und 160–289 Euro (Praxis).
Was kosten die Sonderfahrten?
720 bis 1.140 Euro für alle zwölf Pflicht-Sonderfahrten (12 × 60–95 Euro): fünf Überland-, vier Autobahn- und drei Nachtfahrten à 45 Minuten.
Was kostet der Führerschein, wenn ich durchfalle?
Ein nicht bestandener Praxisversuch kostet 400 bis 600 Euro extra: 129,83 Euro Prüfgebühr, 160–289 Euro Vorstellungsentgelt und zwei bis drei Auffrischungsstunden. Eine durchgefallene Theorieprüfung kostet bis zu 160 Euro.
Wo ist der Führerschein am günstigsten – Berlin, NRW oder Bayern?
Berlin ist mit rund 2.500 Euro die günstigste Großstadt, Hannover folgt mit 2.730 Euro; NRW-Städte liegen bei 2.970–3.415 Euro, München ist mit 4.330 Euro am teuersten (AUTO BILD/anny, Juli 2026).
Ist der Automatik-Führerschein B197 günstiger?
Die Gebühren sind gleich, aber viele Fahrschüler brauchen im Automatikauto drei bis fünf Übungsstunden weniger und sparen so 200 bis 400 Euro. Nach der Prüfung darfst du mit B197 trotzdem Schaltwagen fahren.
Was kostet der B196-Führerschein für 125er?
900 bis 1.200 Euro als Pauschale für vier Theorie- und fünf Praxiseinheiten à 90 Minuten (CHECK24, 2026). Eine Prüfung gibt es nicht, nur die Eintragung bei der Führerscheinstelle.
Was kostet der Führerschein-Umtausch oder ein Ersatzführerschein?
Der Pflichtumtausch kostet 26,50 Euro (plus 6,50 Euro Direktversand), ein Ersatzführerschein nach Verlust etwa 35 bis 45 Euro je nach Behörde. Frist für Kartenführerscheine von 2002–2004: 19. Januar 2027.
Wird der Führerschein durch die Reform 2027 günstiger?
Das ist das Ziel: digitale Theorie, ein Drittel weniger Fragen, keine feste Zahl an Sonderfahrten und begleitete Übungsfahrten mit Angehörigen. Der Kabinettsbeschluss stammt vom 20. Mai 2026, das Inkrafttreten ist frühestens Anfang 2027 – 2026 bleiben die Preise hoch.
Quellen
- ADAC – Führerschein Klasse B: Diese Kosten kommen auf Sie zu (April 2025)
- TÜV Hessen – Gebühren für Fahrerlaubnisprüfungen nach GebOSt (gültig seit 31.01.2024)
- DEKRA Technische Prüfstelle Dresden – Gebührenliste GebOSt (gültig ab 05.02.2024)
- Bundesministerium für Verkehr – Bezahlbarer Führerschein: Kabinettsbeschluss (20.05.2026)
- AUTO BILD – So teuer ist der Führerschein in meiner Stadt (Juli 2026, Daten: anny)
- ADAC – BE-Führerschein: Anhängerführerschein und Kosten (Januar 2026)
- Bundesrat-Drucksache 365/26 – Fahrschulmodernisierungs-Verordnung (Entwurf vom 10.06.2026, Inkrafttreten Art. 10)
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